Schneeanzüge zerstört

(18.03.2026)

Heute kam Melody (17) wieder zu mir (Laura, 17) und fragte nach ihren Schneeanzug. "Der liegt noch dreckig in der Wäsche, wie meiner!", lachte ich und sie so: "Bock mit zu schwimmen?" Ich: "Och nö, lieber nicht!" Wir setzten uns auf den Balkon bzw. auf die Terrasse und rauchten eine. Sie irgendwann: "Zerstören wir ihn?" Ich guckte gerade zu einem kaputten Liegestuhl und sagte: "Ist der ja schon!", und zeigte auch hin. Sie grinste: "Nee, den Schneeanzug mein ich!" - "Wie denn?" - "Weiß nicht, anmalen, vollpinkeln, zerschneiden, kratzen, reißen, kein Plan!" - "Okay, wird eh Zeit mal loszulassen!" - "Genau, ab heute kriegt nur noch Wiebke einen!" - "Ihren könnten wir gleich mit zerstören!" - "Okay!"

Wir holten unsere dreckigen Schneeanzüge aus dem Waschraum, zogen ihn an und zogen dann meiner Tochter Wiebke (2,9699) auch einen an. Wir fragte sie natürlich vorher, ob sie mit nach draußen kommt zum spielen. Wir tranken dann Cola und kleckerten uns mit ein. Wiebke trank Kakao und kleckerte sich ebenfalls mit ein. Dann malte uns Wiebke mit Filzstiften an und benutzte auch ein Edding. Wir grinsten nur. Dann spielte Wiebke mit einer Holzeisenbahn und wir rauchten eine. Die Asche schnippten wir auf den Schneeanzug und machten kleine Löcher rein. Auch mit Feuerzeug machten wir Löcher rein und dann kam Wiebke zu uns und guckte zu. Ich irgendwann: "Mensch, was machen wir denn, das darf sie doch gar nicht sehen!" Melo: "Oh ja, nachher macht sie das nach!" Wir hörten sofort auf und spielten ein wenig mit Wiebke, die immer öfters Fenny heißen will. Sie heißt ja auch Wiebke Fenja. Ich hab ihr gesagt, dass sie sich ihren Namen aussuchen soll und im Kindergarten wird sie auch schon Fenja gerufen. Muss ich mich wohl bald dran gewöhnen.

"Wollen wir schwimmen?", fragte ich Wiebke und sie so: "Au ja!" Melo grinste heftig und ich so: "Kannst auch mit rein kommen!" Sie: "Yeah!" Ich lachte und dann gingen wir drei nach unten zum Pool. Wiebke hüpfte gleich mit dicken Stiefel und ihrem Schneeanzug ins Wasser und Melo gleich hinterher. Ich ging schön langsam mit mein Schneeoverall rein und dann schwammen wir drei. Wiebke macht das echt gut. Sie hat immer mehr Spaß daran, bekleidet zu schwimmen. Wir drückten sie immer mit Schneeanzug unter Wasser und tauchten dann alle drei. Melo lachte dann voll laut und bekam sich nicht wieder ein. "Nee, setz bloß deine alte wieder auf!", lachte sie und ich so: "Mama passt gar nicht auf meine Nase!" Da lachte sie noch mehr und Wiebke kräftig mit. Meine Brille ließ ich aber trotzdem auf und tauchte auch wieder mit ab.

Fast eine Stunde blieben wir so im Pool und dann fing ich an mit einer Schere meine Jacke zu zerschneiden. Melo kletterte raus und holte sich auch eine Schere und brachte Wiebke gleich eine mit. "Los komm, wir zerstören den Schneeanzug deiner Mama!", sagte sie zu ihr und zeigte ihr, wie man es macht. Wir saßen im flachen Wasser und Melo schnippelte von einem Brandloch zum anderen oder drückte den Anzug zusammen und schnitt ein großes Loch rein. Wiebke machte gleich mit und haute dann irgendwann auf mein Bein. Melo lachte erst und dann so: "Aua, nein, das nicht, komm, nur Schneiden nicht hauen!" Zum Glück hat sie meine Beinprothese getroffen und nicht mein gesundes Bein. Ruckzuck waren viele Löcher im Schneeanzug und die Wolle kam raus. Sie zogen beide dran und rupften ein Stück nach dem anderen raus und verteilten es im Pool. Wiebke fand es lustig und pulte immer tiefer. Sie half, wie auch Melo, mit der Schere nach und zerstörten mein ganzen Schneeoverall. Irgendwann hatte ich nur noch Fetzen an und fing an, an Melos Schneeanzug zu schnippeln. Sie ließ es sich gefallen und Wiebke half mit. Ruckzuck war auch ihr Schneeanzug in Fetzen gerissen und dann kam Wiebkes dran. Sie riss selber an ihrem Schneeanzug und verteilte alles im Pool. In der Sitzecke schnitten Melo und ich unsere Schneeanzüge zurecht und hatten bald nur noch eine Art BH oben um und unten eine kurze Hose, die allerdings nicht da blieb wo sie sollte.

"Ach du Scheiße, müsst ihr das vor ihr machen?", meckerte Mama plötzlich neben uns und lachte dann komisch. "Hast Pampers um? Verkehrt?" Sie guckte genauer hin und fragte uns dann, ob sie uns die Hosen nähen soll, für den Sommer. Wir lachten und Melo so: "Geile Idee, ja mach mal!" Wir zogen die Fetzen dann aus und hielten sie Mama hin. Mama: "Ihr seid mir so welche!" Wiebke kam dann auch angerannt und hielt uns ihre kaputte Regenjacke hin. Mama: "Oh, willst auch so eine schöne Hose? Oder lieber eine Weste?" Ich, mit hoher Stimme: "Nein, die ist neu! Was machst du denn?" Mama lachte kurz und dann so: "Musst ihr sowas nicht zeigen, dann macht sie es nach, ist doch klar!" Ich: "Aber doch nicht gleich alles, nur was sie an hatte!" Mama und Melo grinsten und Wiebke guckte mich halb weinend an. Ich zu ihr: "Komm her, kannst du doch nicht wissen, was macht deine Mama denn auch?" Sie knuddelte kurz mit mir und hüpfte dann mit einem Strampelanzug, den sie sich im Waschraum angezogen hatte, in den Pool. Wir lachten und folgten ihr in Unterwäsche und Stiefel. Alles andere war ja zerstört schon.

Nach einer Runde kletterten wir aber wieder raus und zogen uns im Waschraum um. Dann guckten wir in Pool und lachten. "Öhm, wer holt da jetzt alles wieder raus?", fragten wir und Lukas (15) so: "Immer die, die fragen!" Wir lachten und guckten ihn verliebt an. Er: "Nichts da, will zu Janina!" Wir guckten uns an und grinsten. Er: "Nicht Papa seine, meine!" Wir grinsten noch mehr und ich so: "Genau, die Lüdde!" Er: "Wir lieben uns!", und ging weg. Die ist dreizehn, aber muss er ja wissen. Wiebke rannte nach oben und ich spielte kurz mit meiner losen Zahnspange im Mund und Melo so: "Kescher!" - "Der ist nicht hier!" - "Wo denn?" - "Bei sich zuhause, denk ich!" - "Ach der doch nicht, den Kescher!" - "Ach den meinst du, ja, der ist im Schrank!" - "Oh du immer, denkst nur an Kerle!" - "Oh, muss Tobi noch schreiben!" - "Tobi?" - "Ja, den Lüdden, weißt schon!" - "Jaja, genau, aber Lukas anmachen!" - "Ach Menno!" Sophie (15): "Mein Spruch! Was hier denn passiert?" Wir grinsten sie breit an und sie so: "Nee, das macht mal schön selber!", und verschwand nach draußen. Wir: "Menno!"

Mit dem Kescher holten wir dann die Fetzen aus dem Pool und versuchten dann mit dem Kescher Wellen zu machen, damit auch die Fetzen aus der Mitte an Rand kommen. Brumm Brumm, machte es und Melo so: "Huch, aber nicht doch!", und holte ihr Handy aus der Hosentasche. "Ah Essi, kannst gleich herkommen uns helfen!" - "Wobei?" - "Fetzen aus dem Pool holen!" - "Was habt ihr gemacht?" - "Schneeanzüge zerstört!" - "Ohne mich zu fragen?" - "Wozu?" - Genau, wozu soll ich helfen?" - "Was wollst überhaupt?" - "Ach nichts, kann ich vorbei kommen?" - "Bin bei Laura!" - "Schon klar, du hast ja kein Pool!" Wir lachten und warteten dann auf Eslem (17). Sie kam und was macht sie? Genau, sie sprang gleich mit ihrer Leder-Jeansjacke, Jeanshose und Stiefel in Pool und schob die Fetzen an Rand. Wir: "Boah, du bist ja Krass!" - "Wieso, hab ihr Euch doch so vorgestellt, oder nicht?" Wir: "Weniger, aber auch gut!", und lachten. Essi schob und sammelte die Fetzen zusammen und wir holten sie mit dem Kescher raus. Irgendwann fragte uns Essi, warum wir nicht mit rein kommen und wir so: "Nee, waren ja schon drin, sind kaputt!" - "Sehe ich auch, was war das überhaupt?" - "Schneeanzüge, drei Stück!" - "Oh man, ohne mich!" - "Hast ja nichts gesagt!" - "Na toll, wusste ja auch nichts von!" Wir lachten und sie kam raus. Wir: "Hey, da ist noch was!" "Kein Bock mehr!", sagte sie und schüttelte sich. "Ach Menno, immer das selbe, jetzt muss ich wieder so Tropfnass nach Hause!" Wir grinsten breit und zeigten zum Wäscheraum. "Kann doch nicht immer was von dir mitnehmen!" Ich: "Nö, wiedersehen wäre schöner!" Sie wurde leicht rot, weil sie schon so viele Klamotten von mir bei sich zuhause hat und nichts wiederbringt. Naja, sie zog sich schnell um und dann verschwanden wir nach oben, wo Mama Wiebke schon frische Sachen angezogen hatte und mit ihr und zwei Nachbarskindern spielte.

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