(16.03.2026)
|
"Wieso hast denn dein Schneeanzug mit?", fragte mich meine Freundin als
erstes, als ich mein zweiten Rucksack bei ihr auspackte. "Keine Ahnung,
weiß ja nicht wie lange wir brauchen hier!", antwortete ich. Auch Melody
(17) hatte ihren Schneeanzug mitgenommen, aber sie meinte später dass es
ihr draußen abends immer zu kalt ist. Gefühlt ist es zwar kälter, ja,
aber doch nicht so. Aber egal jetzt, hatte mein ja auch dabei. Wir machten unsere Aufgaben und spielten dann noch ein sehr langweiliges Spiel am TV. Keine Ahnung wie es hieß, aber ist jetzt auch egal. Erschrocken guckten wir aus dem Fenster, weil es schon dunkel war. Wir mussten noch durch Wiesen und Felder, wo keine Lampen sind. Da es eh schon zu spät war, und wir auch nicht die Zeit zurück drehen konnten, rauchten wir noch schnell eine im Garten. Voll am zittern standen wir da und Melo so: "Nee, ich zieh mein Schneeanzug an, wartet!" Das tat ich kurz darauf dann auch und wir trafen und wieder im garten. Unsere Freundin: "Und jetzt, bin fertig?!" Ich: "Ich rauch noch eine!", und machte mir wieder eine an. Die andere war schon verglimmt. Dann lachten beide plötzlich und zeigten auf ihre Nase. "Was habt ihr?", fragte ich und sie so: "Deine Brille man!" Ich: "Fielmann!" Sie lachten noch mehr und meinten dann, dass sie mir zu groß ist. "Erinnert mich an deine Mama!", sagte Melo noch und ich verzog mein Gesicht. So groß ist die auch wieder nicht. Sie baten mich die abzusetzen und ich so: "Hab ich die ganze Zeit schon auf!" Melo: "Echt, hab ich im dunklen Zimmer aber nicht gesehen!" Unsere Freundin: "Gib dir gleich dunkles Zimmer! Bodentiefe Fenster und Balkontür!" Ich ließ sie trotzdem auf, weil sie mir gefiel. Danach machten wir unsere Vespa´s Startklar und fuhren los. Es regnete und wir sahen nichts unter dem Helm. Wir wischten immer den Regen vom Visier und sie sagte irgendwas. "Hä, was? Welcher Wixer?", fragte ich sie und sie fuhr vor lachen in den Graben und kippte um. Lachend schob sie ihre Vespa von sich und krabbelte in einer Pfütze rum. "Was machst denn da?", wollte ich wissen und sie so: "Ich sagte: Ich kauf mir bald Scheibenwischer, kein Wixer!", und lachte weiter. "Ach so!", lachte ich. Sie stand auf und fuhr weiter. Da wir wegen dem Regen nicht wirklich was sahen, fuhren wir immer wieder durch Pfützen und kleine Schlaglöchern. Wir hüpften auf den Satteln immer auf und ab und riefen immer: "Aua, aua!" Endlich zuhause angekommen guckte mich Melo erschrocken an und ich so: "Was?" Sie: "Wir müssen zurück, hab meine Schlüssel bei ihr vergessen!" - "Du spinnst doch, fahr alleine!" - "Nee, trau mich nicht, komm mit, Bitte!" Wollte zwar endlich ins warme, aber ich fuhr dann mit ihr wieder zurück. Unterwegs kam uns jemand im dunkeln entgegen und wir wichen aus. Melo fuhr gleich wieder in Graben und schlich da rum. "Hast die Schlüssel gefunden?", fragte ich und sie so: "Sehr witzig!" Wir fuhren dann weiter und kaum fuhren wir auf den Hof, da kam unsere Freundin schon raus, als hätte sie uns erwartet. "Hier deine Schlüssel!", sagte sie zu Melo und zu mir: "Und deine andere Brille!" Ich: "Oh, hatte ich doch die andere auf vorher?" Beide: "Setz die morgen bloß nicht zur Schule auf!" Ich: "Ist meine!" Kurz darauf fuhren wir wieder zu mir. Unterwegs fuhren wir wieder durch Pfützen und lachten immer. Endlich zuhause angekommen, stellten wir die Roller ab und hingen die Helme an die Lenker. Sie: "Kann ich bei dir pennen, hab Angst allein nach Hause!" - "Spinnst wohl, dann hättest die Schlüssel auch morgen in der Schule kriegen können!" - "Bitte Laura!" - "Ach Mensch ja, hab ja Platz genug. Aber ruf deine Mama vorher an!" Das tat sie auch und wir gingen rein. Im Licht drinnen guckten wir uns an und lachten. Unsere Schneeanzüge waren von oben bis unten voll mit Matsch. Auch unsere Stiefel, Handschuhe, Schals und Mützen sahen dreckig aus. "Duschen?", fragte ich und sie so: "Mit Rucksack, die sind auch dreckig!" Ich: "Och nö, dann lieber schwimmen!" Sie: "Kein Bock, dann lieber kurz Duschen!" Das taten wir auch und machten unsere Schneeanzüge noch nasser und schmutziger dadurch. Sie Rucksäcke setzten wir vorher noch ab. Nach nur wenigen Minuten, weil es uns auch zu unbequem wurde, zogen wir die nassen Schneeanzüge aus und liefen nach oben in mein Zimmer. Meine Lüdde pennte schon und wir setzten uns kurz aufs Sofa. Dann sprang ich wieder hoch und sagte leise: "Wir müssen uns erst umziehen!", und kicherte leise. Wir hatten beide noch nasse Leggins und Strümpfe an, wie auch T-Shirt und BH. Leise zogen wir uns Pyjamas an und legten uns hin. Sie krabbelte später mit in mein Bett und wir kuschelten ein wenig. |