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Bin stecken geblieben

(06.10.2025)
Hatte es zuhause nicht mehr ausgehalten und wollte raus. Mit Auto ist ja noch blöd, also nahm ich (Natalie, 31) von den Kindern ein E-Roller. Damit fuhr ich ein wenig durch die Gegend und auf dem Rückweg zur Weser. Das war keine gute Idee von mir, denn es war Hochwasser. Da aber eine Baustelle auf dem anderen Weg war und ich kein riesen Umweg machen wollte, bin ich einfach durch.

War auch keine gute Idee, wie sich noch raustellen sollte. Irgendwie war der Weg holprig und ich wackelte mehr als dass ich stand. Das Wasser peitschte auf den Roller und machte mein Gips immer nasser. Hatte blöderweise kein Schutz drum. Weil der Weg immer holpriger wurde und das Wasser stieg, fuhr ich langsamer. Tja, und dann passierte es, das Unheil. Ich blieb irgendwo stecken und stolperte vom Roller. "Aua, Aua, Aua!" rief ich und legte mich lang ins kalte Wasser, wo ich dann nur noch lachen konnte. Als ich mich umdrehte und bis zum Bauch im Wasser saß, guckte ich an mir runter und flemmte ein wenig: "Meine schöne neue Jacke!" Hatte mir ein neuen Mantel geholt und der war jetzt nun dreckig. Zum Glück ist er nicht kaputt gegangen. Also kein Knopf ab oder so.

Da saß ich nun mit Gipsbein und Fuß im Wasser und der Roller dampfte vor sich hin. Ich knurrte und fragte mich, was ich jetzt mache. Mir war kalt, ich war nass und mein Gips löste sich langsam auf. Irgendwie versuchte ich den Roller ins trockene zu kriegen und zog ihn an mich ran. "Kann ich helfen?", fragte mich ein junges Mädchen, so um die fünfzehn oder so. "Oh ja!", strahlte ich. Sie kam dann mit langen Lederstiefeln zu mir ins Wasser und half mir hoch. Eingehakt humpelte ich zur Bank, die in der Nähe war und setzte mich drauf. "Soll ich ein Notarzt holen?", fragte sie mich und ich so: "Nee lass mal, lieber den  Roller meiner Tochter!" Sie: "Oh ja, besser wär!" Sie holte ihn aus dem Wasser und sagte: "Der ist aber hin, da kommen Sie nicht mit weit. Soll ich doch ein RTW holen?" Ich lachte etwas und bedankte mich bei ihr. Dann holte ich mein Handy aus der Tasche und rief Claudia (31) an. Das Mädchen ging weiter und ich wartete auf meine Frau.

Sie erschreckte mich auf der Bank, wo ich versuchte nicht zu frieren. Sie umarmte mich fest und gab mir ein dicken Kuss auf den Hals. "Boah!" erschrak ich mich und gab ihr dann ein Kuss auf den Mund. Sie nahm mich unterm Arm und ich humpelte zum Auto. Dann holte sie den Roller, steckte ihn hinten rein und fuhr mich schnell nach Hause, wo ich dann eine warme Dusche nahm. Während ich duschte, steckte sie mir den Gipsschutz über und lachte immer wieder. "Zieh doch deine Hose hoch!" lachte sie und ich immer: "Geht nicht, du bist im Weg!" Sie: "Nee, der Gips ist blöd!" Irgendwie schafften wir es dann beide und ich setzte mich auf den Duschstuhl. "Du machst aber auch immer Sachen Mensch!" "Kuhl, ich bin ein Mensch!" lachte ich, weil ich sonst immer ein Arsch bin, naja in den Augen meiner Kinder jedenfalls.

Sie half mich auszuziehen und wusch mich dann auch. Sie blieb allerdings in weißer Hose, die schön durchsichtig wurde und einem Pulli bekleidet. Dann setzte sie sich im Schneidersitz vor mich und ich wusch ihr die Haare. Da meinte sie irgendwann, das ich mich beeilen soll, weil ihre Beinprothese anfängt sie zu nerven. "Zieh doch aus!" schlug ich vor. Fand sie witzig, weil die Dusche zu eng war. Nachdem ich ihr die Haare ausspülte, half ich ihr hoch und sie zog sich aus. Ich: "Njammi!" Sie: "Dito!" Ich: "Njammi!" Sie: "Dito!" Ich: "Njammi!" Sie: "Dito!" Dann lachten wir und knutschten uns ab. Weil ihre Kollegin dann anrief, zogen wir uns schnell an und gingen raus. Sie zur Praxis und ich in die Küche, zum Kaffee trinken.

 

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