Vier verrückte im Regen

(13.04.2026)

Wir hatten kein Plan heute und standen einfach nur am Hafen rum. Es regnete zwar, aber uns war es egal. Wir beobachteten die Leute die auf die Fähre fuhren. Ein paar mit Einkauf auf dem Fahrrad, ein Mann mit Hut und Pfeife im Mundwinkel. Wir liefen immer auf und ab. Vanessa (18) lachte plötzlich und meinte, dass ihre Schuhe von den Pfützen vollgelaufen sind. Eslem (17) stand mit verklebten Haaren da und rauchte. Melody (17) trat immer wieder mit ihren schwarzen Sneakern in den Matsch und knurrte irgendwann, dass ihr kalt ist. Ich (Laura, 17) lachte und wies sie alle drauf hin, dass kälte nur ein Gefühl ist. "Na dann lass uns doch rennen!", lachte Essi und rannte los. Sie sang: "Am da rem ram am da baabeeeaaaaaaa!", und machte den verrückten Frosch (Crazy Frog) nach. Den hatte sie neulich mal irgendwo gesehen gehabt. Wir anderen lachten und folgten ihr.

Der Regen prasselte und wir schrien den Himmel an. Sagte ja, wir hatten kein Plan was wir machen sollten. Unser Mascara verlief und niemand merkte es. Dann stolperte Nanni über irgendwas und legte sich der länge nach in eine große Pfütze. Essi und ich legten uns daneben, weil wir ausrutschten und lachten blöd rum. Melo machte Fotos von uns und bekam sich nicht wieder ein vor lachen. Ich setzte mich mitten in die Pfütze und tat so als würde ich Auto fahren. "Ring ding ding! Bem Bem!", sang ich dabei und alles lachte. Wir standen auf und gingen weiter. Eine ältere Frau wollte uns ihren Regenschirm anbieten und wir so: "Brauchen wir nicht, sind auch so Glücklich!" Das Gesicht der Frau hättet ihr mal sehen sollen, oh weia. Sie ging Kopfschüttelnd weiter. Unsere Jacken tropften und wir setzten uns auf eine Bank. Nanni zog ihre durchweichten Zigaretten aus der Jackentasche und weinte wie kleines Kind. "Och Menno Mama, guck mal, alles nass!", sagte sie dabei. "Siehst doch gar nichts!", sagte Essi zu ihr und wischte mit einem Taschentuch auf Nannis Brille rum. Wir lachten und machten dann alle das selbe.

Weil unsere Jacken an uns klebten und uns doch allen etwas kalt wurde, sind wir halb im Dauerlauf nach Hause. Ich eher im humpeln, wegen meiner Beinprothese. Die drei versuchten immer, mich unterzuhaken, aber kriegten es nicht wirklich hin. Zuhause angekommen, zogen wir uns schnell was frisches an und setzten uns in mein Zimmer. Meine Lüdde Wiebke (3,0411), die ja ab sofort nur noch ihren zweiten Namen haben will, also: Fenja, guckte uns komisch an. "Was los?", fragte ich neugierig und: "Hast was angestellt?" Sie: "Habt ihr Euch angemalt?" Wir guckten uns an und lachten heftig. Wir sahen wie Monster aus, mit dem verschmierten Mascara. Wir rannten alle schnell ins Bad und änderten das.

Zurück zur Hauptseite

Free Counter