Vanessa´s Umzug

(06.02.2026)

Da ihre Eltern das Haus nicht mehr halten können und Vanessa (noch 17) es eh nicht mehr zuhause aushält, darf sie alleine wohnen. Ihre erste eigene Wohnung ist jetzt nicht gerade groß, aber immerhin mit Badewanne und kompletter Küche. Und weil sie es kaum noch aushalten konnte, endlich alleine zu sein, sind wir mit Vespa und Anhänger umgezogen.

Es hatte in der Nacht erneut geschneit und es war einfach nur kalt. Trotzdem haben Eslem (noch 16), Melody (17), Vanessa und ich (Laura, noch 16), uns bei ihr mit der Vespa getroffen. Melo und Nanni hatten Anhänger dran und Nanni bekam große Augen. "Ihr seid doch bescheuert man, bei dem Wetter!" Essi: "Wir können auch wieder fahren!" Nanni: "NEIN!" Wir lachten und gingen ins Haus. Ihre Mutter guckte uns alle schief an und dann so: "Die Möbel nimmt ihr aber nicht mit! Erst muss mein Mann wieder da sein!" Nanni: "Mama, schon klar, wir nehmen nur die kleineren mit!" Großes Fragezeichen über ihrer Mutter. Nanni: "Naja, Schreibtisch, Drehstuhl, Regale und Teppiche und so!" Ihre Mutter: "Eher wohl: Und so!"

In ihrem Zimmer zogen wir unsere Schneeanzüge aus und arbeiteten nur in Leggins und T-Shirt. Bett auseinander, Schreibtisch auseinander, Regale abgebaut. Alles auf den Flur gestellt und den Teppich zusammengerollt. Ihre Klamotten, Bücher, Schallplatten usw. waren schon in Kartons gepackt. Dann zogen wir unsere Schneeanzüge wieder an und brachten alles zu den Rollern. Die Bettteile und die Regale hingen weit über den Anhänger und Essi hing ein paar Kopftücher dran. Die Mama gab uns noch Salat und Frikadellen mit und dann ging es los. Erst da sah ich, dass Nanni ihren roten McNeill aufhatte und ich grinste. "Der kommt mit, aber sowas von!", strahlte sie und gab Gas. Auch sie hatte ein Anhänger an ihrer Vespa, den ihre Mama in der Zwischenzeit anhängte.

Wirklich schnell kamen wir aber nicht vom Hof, weil glatt und Haufenweise Schnee und Spurrillen. Wir schlitterten mehr oder weniger und die Reifen drehten durch. Nanni schaukelte immer und ihr Schulranzen wackelte kräftig hin und her. "Hast da was drin?", fragte Essi sie und sie so: "Klar, Milchshakes und Smoothies!" Wir lachten alle und schaukelten mit. Dadurch wurden wir aber auch nicht schneller. Die Roller dröhnten was das Zeug hält und Melo irgendwann: "Boah nee, lass uns zur Straße laufen!" Nanni: "Hast 'n Knall? Will hier weg man!" Wir schoben trotzdem alle und versuchten dann auf dem Gehweg zu fahren. Mit dem ganzen Gewicht in den Anhänger war das aber nicht wirklich möglich, also fuhren wir auf der Straße zur Fähre. Unsere Roller gaben ihr bestes und qualmten gut. Unterhalten konnten wir uns nicht beim fahren, zu laut.

Der Kapitän: "Oh ha, was habt ihr denn vor?" Nanni: "In meine erste Wohnung!" Kleine Unterhaltung und dann fuhr er schon rüber. Leicht rutschend fuhren wir los und kamen schon bald nicht mehr wirklich weiter. Erstens sehr rutschig und Glatt und zweitens gaben Essi´s und Melo´s Roller den Geist auf. Der Weg zu ihrer Wohnung war nicht gestreut und sehr glatt. "Können die hier nicht mal streuen oder was?", meckerte Essi. Ein Anwohner: "Macht keiner, schon angerufen!" Melo, sehr leise: "Scheiße, muss der uns jetzt aufhalten?" Ich grinste und legte mich lang. Konnte gerade noch so mein Kopf hochhalten, sonst hätte ich Kieferbruch oder so gehabt. Nanni meckerte laut und er Anwohner flüchtete. Essi: "Super Nachbarn!" "Willst nicht mal aufstehen?", fragte mich Melo und ich so: "Nö! Ist doch gemütlich hier unten!" Alles lachte und Essi half mir hoch. Kaum stand ich, da lag ich wieder. Bis zu ihrer Wohnung legten wir uns alle mindestens einmal hin. Zum Glück hatten wir ja alle unsere Schneeanzüge an. Als Nanni fiel, sah es schon lustig aus, so mit dem Ranzen auf.

Die zweite Tour lief besser, weil nur ein Anhänger und leichtere Dinge. Da trug ich aber auch mein McNeill, wie Nanni auch wieder. Als wir fertig waren, ging Nanni ins Bad und brauchte sehr lange da drin. "Bist reingefallen?", fragte Essi irgendwann sehr laut. Nanni lachte und polterte zur Tür. "Was nu?", fragte ich. Dann kam Nanni aus dem Bad und lud uns zum Sekt ein. "Öhm, gerne!", sagten wir und folgten ihr ins Bad. Sie hatte die Badewanne gefüllt und setzte sich auf den Rand. "Mit Ranzen auf?", fragte ich Nanni und sie so: "Egal!", und ließ sich nach hinten ins Wasser fallen. Essi: "Boah Ey, mit Schneeanzug!" Ich: "Können wir auch bei mir im Pool mit schwimmen!" Nanni guckte andächtig und grinste: "Hatte nur kein Bock auf Pott!" Essi: "Sind die Smoothies genug geschüttelt, gib mal ein her!" Ich: "Nee, lieber den Sekt!" Der stand auf einer Ablage und ich so: "Wollen wir nicht in Pool bei mir?" Nanni: "Bin doch schon nass, hab nichts anderes!" Wir: "Und was ist in den Kartons?" Sie: "Oarnee Ey, nicht aufmachen jetzt!" Wir lachten und halfen ihr raus.

Es war nicht wirklich einladend im Bad und auch sehr eng zu viert. Wir waren auch durchgeschwitzt und wollten aus den Sachen raus, die schon an uns klebten. Trotz der Enge im Bad, rauchten wir vier eine und stießen mit Sekt auf die 34qm kleine Wohnung an. Ein sehr lauter Rülpser von uns allen und ich fragte nochmal, ob sie mit in Pool wollen. Essi: "Sind doch schon nass vom Schweiß!" Nanni: "Erstmal Bett aufbauen, bitte!" Wir guckten uns alle an und Melo dann so: "Öhm, gehen wir zu Laura!" Sie hatte ihr großes Himmelbett mitgenommen, was sie auch als Sofa nutzen kann. Naja, wir bauten es auf und guckten uns alle an. "Stimmt was nicht?", fragte Nanni. Essi: "Naja, ich sag mal so: Auf dem Boden liegt es sich auch gut!" Wir lachten alle und Nanni so: "Scheiße man, meine Matratze!" Wir lachten wieder. Das Bett füllte zwar den halben Raum aus, aber sie wollte es ja so. Wir holten zu dritt die Matratze und Nanni blieb wegen der nassen Sachen da.

Nachdem wir auch noch vom Schnee nass wurden, es schneite plötzlich, standen wir mit der Matratze vor der Tür und ein Nachbar so: "Oh ha, wo soll die denn rein?" Ich: "Ins Wohnzimmer oder Schlafzimmer oder was war das noch?" Der Nachbar: "Wohnloch!" Essi lachte laut und Nanni öffnete die Tür. "Moin, neue Nachbarin hier?", fragte der Nachbar. Kurze Unterhaltung und dann sagte er uns, dass er mit seinem Bulli uns helfen könnte, den Rest zu holen. Nahm Nanni gerne an und fuhr mit ihm los. Wir anderen blieben dies mal in der Wohnung. Während Nanni den Rest holte, schmückten wir die Wohnung und stellten die paar Regale auf.

Sie kam und wir froren in unseren nassen Schneeanzügen. Zum Teil weil kalt in der Wohnung und zum anderen weil wir völlig durchgeschwitzt waren. Ein Kleiderschrank, eine Kommode und ein kleiner Schrank fürs Bad brachten sie. Wir rückten alles an Ort und Stelle und der Nachbar verschwand wieder. "Und jetzt?", fragte ich. Nanni: "Zu dir in Pool!" Alle: "Yeah!" So machten wir es dann auch. Essi und Melo schoben ihre Roller und ich fuhr mit Nanni nach Hause. Weiter im nächsten Erlebnis.

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