(06.12.2025)
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Die Zwillinge Natascha und Corinna (7) hatten ja gestern Geburtstag und
so wurde heute nur Nikolaus gefeiert. Gleich nach der Schule spannten
Mama und Papa, Sophie (15) und mich (Laura,16), ein. Wir sollten einige
Geschenke unter ein Netz bringen, das im Pool gespannt wurde. Weil wir
noch was anderes vor hatten, zogen wir unsere Schuhe, Hosen, Jacken und
Pullis aus und sprangen nur in Unterwäsche und unsere Beinprothesen in
den Pool und machten was wir sollten. Auch unsere eigenen Geschenke
waren dabei. Bis um sechs am Abend war dann nichts mehr los am Pool. Punkt Achtzehn Uhr klingelte Mama uns alle zusammen und begutachtete uns. Wir Mädels (Natascha, Corinna, Wiebke (2,65), Sophie und meiner einer) trugen alle Kleid oder Bluse und Rock, Pumps oder Lackschuhe und oben noch ein Weihnachtspullover. Die Jungs (Lukas (15) und Tim (11)) trugen Anzug und Krawatte und Lederschuhe. Da sie zufrieden war, gingen wir alle mit Mamas und Papa nach unten zum Pool. Es lief Weihnachtsmusik und das Licht war schön gedämmt. In der einen Ecke stand ein sehr großer Weihnachtsbaum, der über und über geschmückt war und sehr viel Lammetter besaß. Der Kamin knisterte vor sich hin und in der Sitzecke, die eigentlich nur aus Liegestühlen bestand, standen viele Teller mit Süßigkeiten. Die Zwillinge und Wiebke rannten gleich hin und naschten. "Halt!", rief Mama und Claudia so: "Erst wird gesungen und musiziert!" Fast alle: "Och nö!" Tim marschierte zuerst nach hinten in die Rumpelkammer und holte seine Blockflöte, dann folgten die Zwillinge. Sophie setzte sich an ihr Schlagzeug auf der Bühne am Pool und ich holte meine Geige. Lukas holte seine Gitarre. Als wir alle auf der Bühne standen, stellte sich Wiebke an den Rand und sagte ein Gedicht auf, dass sie im Kindergarten gelernt hatte. Ich grinste voll breit, meine Zunge lag zwischen Zähne und Lippe und mir kamen fast die Tränen. Alles klatschte als sie fertig war und sie strahlte und tanzte. Dann sagten auch die Zwillinge was auf. Nach ein paar Liedern, die wir alle auf der Bühne spielten, ging es endlich zum Pool und rein. Einer nach dem anderen durfte mit seiner guten Kleidung abtauchen und sich ein oder mehrere Geschenke holen. Natürlich waren es nicht immer die richtigen. Aber da jeder etwas holte, kamen auch alle Geschenke an Land. Lach! Sie waren alle normal eingepackt und dann mit einer Wasserdichten Folie umschlossen worden. In nasser Kleidung auf den Liegestühlen wurden alle Geschenke mit viel Freude und lachen ausgepackt. Jeder freute sich riesig und umarmte alle, weil niemand wusste, von wem welches Geschenk ist. Gut, bei ein paar wusste man es, aber eben nicht bei allen. Es brachte ja auch der Nikolaus die Geschenke. Grins! Dann wurden Kuchen und Kekse gegessen und viel Weihnachtstee getrunken. Irgendwann saß Tim mit rausgestreckter Zunge neben mir und guckte an die Decke. "Was mit dir denn los?", fragte ich ihn und er so: "Mach mir grad in die Hose!" Er pinkelte wirklich in seine gute Anzug-Hose. Corinna: "Au ja, ich auch!" Mama grinste und sagte: "Ist doch eh schon alles nass, also macht!" Lukas: "Hab ich schon die ganze Zeit!" Alles lachte und pinkelte in seine Wäsche. Wir redeten noch dieses und jenes und verteilten uns dann im Haus. Die Lüdden spielten noch mit ihren Spielsachen, die sie bekamen und ich daddelte auf dem Handy. Eslem (16) und Melody (17) wollten ja noch kommen. Mein Schatzi Sverre (17) eigentlich auch, aber er sagte kurzfristig ab. Weil mir doch etwas kalt wurde, in den nassen Klamotten, schwamm ich kurz unters Netz und setzte mich dann im Schneidersitz vor dem Kamin und rauchte eine. Endlich kamen meine Mädels und gesellten sich zu mir. Sie strahlten und grinsten mich an, als hätten sie was verbrochen. Ich strahlte zurück und bot ihnen was zu rauchen an. Aber erst wollten sie ihre Geschenke loswerden und hockten sich zu mir. Nachdem wir alles ausgepackt hatten, hatte ja auch welche für sie dabei, machten wir die Musik wieder an und quatschten. Während ich ihnen was erzählte, grinsten beide immer komisch und drehte mich um. "Was ist denn man, was grinst ihr so?", wollte ich wissen und beide immer: "Nichts, rede weiter!" Ich tat es auch und irgendwann umarmte mich mein Schatzi von hinten und küsste mich am Hals. Ich strahlte ihn an und fragte, wo er herkommt. Wollte er mir nicht verraten. Mit Nadelstreifenanzug, Lederschuhe und seiner gelben TNF (The North Face) Jacke, setzte er sich neben uns und packte sein Rucksack aus. Er hatte für jede von uns ein kleines Geschenk dabei und sagte mir dann ein Gedicht auf, was unsere Freundschaft wiederspiegelte. Mir stieg langsam das ganze Blut in Kopf und ich fror leicht. Hatte ja noch die nassen Sachen an. Wir rauchten alle noch eine und dann ging Essi mit Jeanshose, Weihnachtspulli und ihrer Lederjacke und Lederstiefel, in den Pool und schwamm. "Ja los kommt, rein!", strahlte ich und ging zur Leiter. Melo kletterte als erstes in den Pool. Sie trug ein langen Rock, Pumps und Weihnachtspulli. "Wow, waren hier die Geschenke drunter?", fragte Essi und tauchte ab. Leider war nichts mehr unter dem Netz, aber sie tat so als ob. Ich ging mit Rock, Bluse, Weihnachtspulli und meinen Pumps die Leiter langsam ins Wasser und half dann den beiden, das Netz zu entfernen. Als ich Sverre suchte, war er wieder verschwunden. "Hä, wo ist er nun wieder hin?", fragte ich und guckte überall hin. Das Licht war noch immer dunkel eingestellt und die Musik war plötzlich aus. Dann hörte ich ihn. Er stand auf der Bühne und bat um Ruhe. "Was jetzt?", fragte ich verdutzt und guckte meine Mädels an. Sie grinsten nur. Sverre fing an zu reden. Wie wir uns kenngelernt hatten und was wir schon erlebt hatten. Wie sehr er mich liebt und mit Wiebke spielt. Erst das Gedicht am Kamin und dann das. Ich verstand irgendwie nichts mehr, aber fand es schön. Wieder wurde ich rot und wusste nicht so richtig was ich tun sollte. Dann kam er plötzlich mit seinem Nadelstreifenanzug, Krawatte und den schwarzen Lacklederschuhen in den Pool gesprungen, tauchte ab, schien irgendwas zu suchen und tauchte vor mir wieder auf. Ich strahlte ihn an, rückte seine Krawatte richtig und sagte ihm, wie sehr ich ihn liebe und das er verrückt sei, sowas schönes zu tun. "Warte, hier sind wir falsch, komm mit!", sagte er und schwamm zur flachen Seite rüber. "Ähm, hä?", kam da von mir und Essi so: "Besser ist das!" Melo lachte abgehackt und ich so: "Was?" Wir schwammen ihm hinterher und ich setzte mich auf die Stufen. Er: "Nee, nicht machen!" Ich schüttelte kurz den Kopf und stand wieder auf. Dann stellte ich mich neben die Stufen und er hockte sich vor mir hin. "Nee!", sagte ich und die Mädels so: "Doch!" Er kniete vor mir und holte eine Schachtel aus seiner Sakko-Tasche. Ich bekam große Augen und schluckte kräftig. Er sagte kurz was und dann so: "Willst du meine Frau werden?" Ich drückte meine Finger an die Lippen und mir kamen die Tränen. "Scheiße, ja, will ich!" piepste ich halb und versuchte ihn zu umarmen. Wir knutschten uns wild ab und meine Mädels freuten sich und tanzten wild umher. Dann versuchte Essi Konfetti zu streuen. Brachte aber nichts, weil nass geworden in ihrer Lederjacke. Ich heulte etwas und jubelte dann laut. "Was hier denn los, was schreist du hier so?", rief Mama. "Wir haben uns grad verlobt Mama!" heulte ich halb und sie so: "Weiß ich!" Ich: "Hä?" Sie stellte uns zwei Flaschen Sekt an den Rand und dann kamen auch Mama Claudia und Papa zu uns. Sie gratulierten uns, stellten Gläser hin und dann tranken wir alle. Bis fast Mitternacht feierten wir noch weiter und dann verteilten wir uns im Haus. Melo und Essi im Gästezimmer und mein Verlobter mit zu mir. Was die Mädels machten weiß ich nicht, aber Svenn und ich zogen unsere kuscheligen Pyjamas an und legten uns in mein Bett. Öhm ja, Wiebke lag zwar oben in ihrem Bett, aber egal, war wie immer sehr schön. |