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Nass, nass, nass

(04.10.2025)
Naja, die S-Bahn fuhr ja heute nicht, also fragten wir mein Schatzi Jannis (19), ob er uns zum Stadion fährt. "Nee du, hab schon andere an Bord!", kam von ihm. Da es regnete, wollten wir auch nicht mit E-Roller oder unserer Vespa los. Mamas konnten nicht und jemand anderes konnte auch nicht. Mit Bus hatte ich (Laura, 16) keine Lust. Irgendwann erschreckte uns Mama und sagte, dass sie uns ja auch mit der Yacht hinbringen kann, weil sie eh zu Tante Yvonne wollte. Ich holte tief Luft und freute mich drüber. Eslem, Sverre und Melody (16 und 17) freuten sich auch und so wurde es dann auch gemacht. Wir dachten dann eigentlich, dass Mama uns schnell mit dem VW-Bus zum Hafen fährt, aber nö, wir liefen zu Fuß hin. Natürlich schön langsam, weil Mama ja an Krücken laufen muss. Der VW-Bus steht ja noch am Bahnhof, meinte Mama und fragte uns, ob wir ihn nicht mal herschieben könnten. Essi: "Ja, sehr witzig auch!" Fand ich auch. Mama lachte nur.

Endlich an der Yacht angekommen, stiegen wir drauf und sie fuhr los. Da braucht sie ja kein Fuß, sondern nur die Hand. Nein, sie fuhr nicht, sie bretterte drauf los und fuhr in Schieflage um die Kurve in die Weser und Überholte die Fähre, die zum Stadion fuhr. Wir: "Boah ist die Spät dran!" Mama: "Macht wohl der Wind!" Ich: "Wieso, die ist doch absolut Pünktlich, 13 Uhr!" Mama: "Aber nicht so pünktlich wie ich!", und gab Gas. "Wow!", rief Sverre und hielt sich fest. Es dauerte wirklich nicht lange und Mama steuerte das Stadion an. Essi blickte zu ihrer Armbanduhr und bekam große Augen. "Und was machen wir jetzt so lange noch?", fragte sie und wischte sich die Regentropfen von der Brille und Stirn. "Kein Plan!", sagte ich darauf und stieg aus. Kaum waren wir an Land, da fuhr Mama schon weiter und winkte uns noch. Zurück sollen wir mit Bus und Bahn, meinte sie noch, weil es bei Tante Yvonne länger dauern kann.

Wir waren ja eh schon nass vom Regen, also gingen wir noch auf dem Deich spazieren, wo andere Werder-Fans auch schon ihre Mini-Lager aufbauten. Melo: "Haben wohl keine Eintrittskarte ergattern können!", und zeigte zu einem Busch. Da hatte jemand eine feste Plane zwischen die Äste geklemmt und sich drunter gesetzt, mit Radio oder sowas. Ich, etwas lauter, beim vorbeigehen: "Na wenn dat man gut geit!" Der eine Typ so: "Sabbel nich, dat geit!" Ich lachte und wünschte ihm guten Empfang. Bei dem starken Wind könnte die Plane weg flattern. Wir sind weiter und irgendwann zurück ins Stadion. Es war bis auf den letzten Platz ausverkauft, also 42100 Zuschauer, sagte der Stadionsprecher. Waren aber schon mal mehr gewesen, glaub ich. Kaum hatte es begonnen, das Spiel, da hatten wir schon ein Tor geschossen. So schnell konnten wir gar nicht jubeln, wir waren gar nicht vorbereitet. Die Torchancen hagelten nur so, aber es ging auf beiden Seiten nichts mehr rein. Bis zur letzten Minuten blieb es spannend. Eins zu Null für Bremen ging es aus, Juhuu.

Noch nasser als nass verließen wir das Stadion. Waren ja vorher schon nass und beim Spiel regnete es natürlich immer wieder mal weiter. Von hinten und den Seiten kam auch immer wieder Bier-Regen. Nicht nur von uns selber. Ich rief Mama an und sie so: "Na, Gewinner können auch laufen!" Ich: "Hä, laufen?" Essi: "Klar, vier Stunden oder was?" Mama hatte jedenfalls keine Zeit, also sollten wir wie vorher gesagt, mit Bus und Bahn zurück bzw. andersrum. Wir liefen dann am Osterdeich entlang in die Innenstadt. Es nieselte immer wieder und dann sahen wir alle noch ein Regenbogen über dem Stadion. "Hammer!", sagten wir und ich so: "Wir gehen richtig richtig richtig ab heut Nacht!" Zwei Frauen: "Ach, auch die Technoversion gefunden?" Ich lachte und unterhielt mich mit den beiden. Hatte Sophie ja gefunden und mir neulich vorgespielt. Da ich keine Lust auf Ampel hatte, liefen wir unten weiter und gingen durch den Tunnel, wo wieder ein Musiker sein bestes gab. Ich spendete ihm etwas und versuchte zu tanzen. Essi: "Lass es lieber, hast zu viel gehabt!" Ich: "Selber!" Sverre: "Kino?" Melo: "Schon wieder?" Ich: "Was gibt es?" Er: "Kein Plan, gehen wir hin?" Wir machten komische Geräusche, was ja heißen sollte und gingen hin.

Auf dem Weg zum Kino fragte ich Essi, woher sie weiß dass es vier Stunden sind nach Hause. Sie: "Nicht?" Melo: "Kommt hin!" Ich: "Seid ihr schon gelaufen, oder wie?" Essi: "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt!" Ich: "Kann man auch in Bus mitnehmen!" Beide: "Nicht wenn Ersatzverkehr ist!", und lachten, weil zusammen gesagt. Wir kamen am Kino an und guckten was es gab. Es gab nur Wiederholungen für uns und ich dann so: "Momo!" Alle: "Jaul!" Ich: "Nee, Momo!" und lachte. Essi: "Läuft aber erst in zwei Stunden!" Ich spitzte den Mund und sagte: "Pizza?" Sverre: "In so ein Mini-Mund passt aber kaum was rein!" Ich machte mein Mund ganz weit auf und brüllte etwas. Melo: "Musst uns ja nicht gleich fressen!" Sverre: "Dann lieber Pizza!" So machten wir es dann auch und holten uns welche.

Nach dem Film, der gar nicht mal so schlecht war, gingen wir raus und was war? Logisch, Regen! Den Film hatte ich mal im TV gesehen, aber dieser jetzt, der war auf unsere Zeit geschnitten, einfach genial. Also uns gefiel er und ich würde ihn mit den Zwillingen oder so gern nochmal sehen wollen. Joa, wir wurden also wieder nass und liefen zur Straßenbahn. Dann weiter mit Bus und ein anderen Bus und weiter zu Fuß zu mir. Sverre und Melo sind zu sich und Essi kam wieder mit zu mir. Etwas durchgefroren setzten wir uns auf mein Sofa und ich so, etwas leise: "Schlaf gut meine Süße da oben!" Wiebke (2,5178): "Vörlesen Mama!" Ich zuckte voll zusammen, weil ich dachte dass sie schon pennt. Essi lachte voll und dann hörten wir ein lauten Furz. Ich: "Sophie?" Sie lachte hinter uns, in meinem Bett und sagte: "Du hörst auch alles!" Essi: "War ja nicht grad leise, ist bestimmt Decke abgehoben!" Sie hatte auf meine Lüdde aufgepasst und sie ins Bett gebracht, weil sie nicht wusste wann wir zurück kommen. "Mama ist auch noch nicht da!", sagte sie noch und ging raus auf die Terrasse und dann zu sich ins Zimmer. Ich zog mir erstmal mein Pyjama an und wusch mich. Danach las ich meiner Lüdden noch was vor und legte mich zu Essi ins Bett.

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