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Nach dem Kino im Brunnen

(20.09.2025)
Könnte zu diesem Erlebnis eigentlich auch: "Mein Tag" sagen. Es gibt kaum was nasses und dieses hier am Anfang, schrieb ich erst nach dem alles fertig war.
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Den ganzen Vormittag waren Eslem (16), Vanessa (17) und ich (Laura, 16), mit Playmobil beschäftigt. Irgendwie hatten wir mal wieder Lust ein Erlebnis nachzustellen. Warum nicht das von gestern? Mein Zimmer war ja schon von Tim und Tobias fertig gestellt worden und das andere hatten wir ja noch so wie war. Kurz nach dem Mittagessen, unterhielten wir uns noch über Linh (16). Da sie sich nicht mehr meldete, fragten wir uns, was wir falsch gemacht haben könnten und so. Dann kam aber jemand, der mit mein Schatzi Jannis zum Fußball fahren wollte und wir kamen drüber weg. Ich sagte dem Typen, dass wir schon mit Jan zum Stadion fahren und er meckerte uns an. So von wegen Fanride und so. Essi: "Können dich ja in Kofferraum setzen!" Der Typ: "Sie, wenn schon!" Essi guckte sich um und dann so: "Sie?" und zeigte auf Nanni. Ich spitzte den Mund und dann kam Jannis. "Ach Mist Mensch, hab ich ja total vergessen! - Aah!" Ich guckte ihn fragend an. "Da kommt noch wer, der mit will!" Essi: "Dann rollen wir eben mit Roller hin!" Nanni: "Lieber mit der Vespa!" Essi: "Meinte ich doch!"

So machten wir es dann auch und fuhren zum Stadion. Bei der wärme war es unter dem Helm gleich Doppelt so heiß, ekelig! Das Spiel begann, wir bekamen wieder Bier ab und dann verlor Bremen auch noch, wieder mal. Naja, bei dem Torwart. Aber vielleicht will Frankfurt ihn ja auch noch, der andere hat ja schon gute Arbeit geleistet, lach! Nach dem Spiel schlichen wir mehr oder weniger auf dem Deich in die Innenstadt und guckten was da so los ist. Dann meinte Nanni, dass es im Kino kühl ist und wollte rein. "Bist Irre man, bei dem Wetter?", knurrte Essi und wollte lieber in eine Eisdiele. Mir war es egal und zuckte mit der Schulter. Essi: "Ja okay, Überredet!" Wir gingen also ins Kino. Nach ein wenig hin und her, entschieden wir uns für Conjuring 4. Zwar schon gesehen, aber egal. Vorher holten wir uns aber noch eine Pizza und tranken Cola. Vor dem Film noch schnell auf Pott, wegen Überlänge.

Nach dem Film mussten wir zwar auch wieder, aber liefen in der Wärme zum Hauptbahnhof. Auf dem Vorplatz, liefen Nanni und ich zum Gebäude und Essi weiter geradeaus zu den Straßenbahnen. "Ey, wo willst hin man, wir wollen nach Hause!", rief Nanni ihr hinterher. Essi: "Ja, ich auch, aber mit meiner Maschine!" Ich: "Boah, Scheiße!" Wir hatten im Kino Bier getrunken, also Fahruntüchtig. Nanni: "Lass, wir holen die morgen da weg!" Essi: "Blöd Ey?" Nanni: "Nee,  Gesund Ey!" Ich lachte und holte Essi schon bald ein. Sie: "Besoffen Rad fahren ist Geil man!" Ich: "Ja, aber nicht mit 40!" Essi: "Komm du mir her du, von wegen 40, bin 16!" Ich bekam mich nicht wieder ein vor lachen und dann kamen auch so komische Typen auf uns zu. Ich, halb im lachen: "Weg hier, geht einfach weiter!" Nanni: "In die Bahn, los kommt!" Die Typen gaben Gas und stiegen hinten noch mit ein. Ich drückte den Knopf unauffällig und als die Tür mit Piepen wieder zu ging, griff ich nach Essi und sagte: "Komm!" Sie fiel mehr aus der Bahn als das sie ging, und Nanni gleich hinterher. Die Tür ging zu und die Bahn fuhr los. Die Typen traten und klopften gegen die Fenster, aber es war zu spät. Die Bahn fuhr weiter und wir lachten uns kaputt.

Als wir uns wieder gefangen hatten, liefen wir zum Bahnhof und rein. "Ach Mist man, Zug ist weg!", knurrte ich. Essi: "Kommt noch einer!" Nanni: "Ja, eine Stunde später, falsche Richtung!" Wir: "Hä?" Sie lachte wieder und zeigte zur Bahn. Wir: "Und dann?" Sie: "Andere Richtung und dann mit Bus weiter!" Mir war schlecht und hätte sofort schlafen können, aber ging dann zur Straßenbahn zurück. Ich drückte den Knopf, aber die Bahn fuhr einfach weg. "Popelgesicht man, du Arsch!", rief Essi der Bahn hinterher. Ich: "Hey, da sitzt meine Mama am Steuer!" Sie: "Oh, Verzeihung!" Guckt mich komisch und fragend an und dann so: "Wieso fährt die einfach weg? Hat die dich nicht gesehen?" Nanni und ich lachten uns ein und Essi dann: "Moment mal, deine Mama liegt im Krankenhaus! Boah, das kriegst du wieder!" Wir lachten uns schräg und warteten auf die nächste Bahn. Kaum saßen wir drin, da kamen diese Typen auf uns zu. "Oh Schitt!", sagte ich leise und Essi so, etwas lallend: "Ruf mal eben mein Bruder an!" Die Typen quatschten uns voll, kippten ihr Bier auf unsere Hosen aus und lallten voll. "Was wollt ihr man, könnt ihr kein Deutsch?", fragte Essi. Oh ha, da brüllten die Typen vielleicht rum, oh weia. Ich bekam schon Angst, aber dann kam ein Mann mit Weste rein und guckte die Typen schräg an. "Haben nichts getan, die sind auf uns zu, nicht andersrum!" sagte der eine Typ und der andere, nachdem er mich angesehen hatte: "Sie will mir ihre Nummer nicht geben!" Der Mann: "Vielleicht will sie das ja auch nicht!" und schickte die beiden raus. Wir ließen langsam die Luft aus dem Mund. "Heftig, Danke man!", kam da von mir. Der Mann stieg aber mit den beiden und einem anderen Mann aus und kontrollierte sie. Nanni: "Kontrolle? Um diese Zeit?" Es war schon fast halb elf abends. Wir überlegten noch weiter und ich dann so, weil ich auch Müde war: "Ist doch egal jetzt, will nach Hause ins Bett!" Essi: "Nichts da, trink noch ein Bier!", und holte eins aus ihrem Rucksack.

Endlich in Vegesack angekommen, ich hatte mein Bier alle (war eine Flasche mit Schraubdeckel, sonst hätten wir nicht in Bus gedurft damit), da pinkelte ich mir unter den Rock, den ich mir im Kino auf Pott anzog. Alles lief so schön am Bein runter in meine Pumps, die ich ebenfalls im Kino anzog, vorher war ich mit kurzer Hose und Sneaker im Stadion. Mein Trikot hab ich aber angelassen, auch wenn sie wieder mal verloren hatten. Essi, etwas lallend und mit kleinen Augen: "Du stehst in einer Pfütze!" Ich: "Jub, hab ich gemacht!" Nanni: "Ferkel!", und hickste kurz. Ich: "Hicks!" Sie: "Mach mir nicht nach man!" Essi ging zu ihren Häusern und lief dann dran vorbei. Wir: "Was los?" Essi: "Will Abkühlung, pennt schon alles!" Wir guckten uns an und folgten ihr. Sie ging zu dem Brunnen, wo wir schon oft saßen und kletterte rein. "Boah ist das Geil man!", stöhnte sie laut und legte sich voll rein. Das sie ihren Rucksack noch aufhatte, störte sie nicht. Sie lag da mit Trikot, Hose und Sneaker drin und tat so als ob sie schnarcht. Kurze Zeit später, Nanni und ich rauchten eine, da meinte Nanni so: "Du, ich glaub die pennt wirklich!" Also, wäre noch mehr Wasser drin gewesen, wäre sie ertrunken. Auch wenn sie zur Seite wäre, wäre es passiert. Ich weckte sie schnell und sie so: "Was denn wieso denn, schon wieder aufstehen?" Ich: "Geh bloß nach Hause, du pennst ja gleich schon im stehen!" Sie: "Ich hab kein stehen!" und guckte in ihren Schritt. Wir lachten kurz und halfen ihr raus.

Essi war endlich aus dem Brunnen raus und setzte sich auf eine Bank. "Gib rauch!", sagte sie und guckte uns an. Ich drückte kräftig und sagte: "Kommt kein Rauch! Bringt eh nichts, zu warm heute!" Beide lachten laut los und Essi dann: "Will eine Rauchen!" Ich: "Ach so, sag das doch!" Nanni: "Hoffe wir sind noch Jahrzehnte so bekloppt zusammen!" Essi: "Wo denkst du hin, wir ziehen in eine WG, für immer!" Ich: "Schön wärs ja! Aber nur mit Melo und meinem Schatzi!" Essi: "Nix da, nur Weiber, sonst nix!" Ich: "Also darf meine Lüdde mit rein!" Nanni holte tief Luft und sagte dann: "Lass uns lieber alle in eine Straße ziehen!" Essi, die halb am pennen war: "Du willst an meiner Zigarette ziehen? Hier!" Ich: "Boah nee, die bringen wir jetzt nach Hause!" Sie ließ es sich auch gefallen, dass wir sie nach Hause schleppten und bis zur Haustür begleiteten. Ich schloss auf und sie ging rein. Sie winkte noch und dann fiel die Tür wieder ins Schloss. Nanni: "So, und wo soll ich jetzt pennen?" Ich: "Wenn du mit zur Kirche kommst, bei mir!" Sie: "Jawohl meine Süße!" und hockte sich kurz hin. "Boah nee, komm weg hier, hier stinkt es nach Hasch!", knurrte ich sie an und sie so: "Ach deswegen ist mir so übel!" Wir beeilten uns raus zu kommen und holten auf der Straße tief Luft. "Stehen da Roller?", fragte sie und zückte ihr Handy. "Ach, du auch?", fragte ich und holte meins auch raus. Zusammen fuhren wir dann nach Hause und gingen ohne Umwege ins Bett. Mein Schatzi Jannis lag schon drin und hatte ein Arm um Wiebke liegen. "Ach wie süß!" grinste Nanni und legte sich aufs Sofa. Ich nahm dann das andere und pennte schnell ein.

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