Free Counter

Beim Bauern

(08.09.2025)
Mama liegt ja im Krankenhaus und Mama Claudia hat mit ihrer Praxis viel zu tun, also musste ich zum Bauern. Mach ich natürlich gerne, weil so komme ich auch mal wieder auf die Fähre. Mit der bin ich ja damals immer zur Schule gefahren. Ein paar meiner Mitschüler wohnen auch auf der anderen Seite der Weser. Wie auch meine beste Freundin Vanessa (17), aber die ist ja in einer Tischlerlehre. Nebenbei übt sie auch fleißig für den Führerschein, den sie dann im Februar nächstes Jahr bekommt.

Ich fuhr gleich nach der Schule zur Fähre und ein paar andere guckten nicht schlecht. "Hey, auch mal wieder hier?", fragten ein paar. Der Kapitän freute sich auch mich zu sehen und quatschte ein wenig mit mir, während er seine Arbeit machte. Wir fuhren rüber und ich fuhr dann weiter zum Bauern, wo wir immer Fleisch kaufen und so. Alles haben wir eben nicht im Garten am wachsen. Ich lief wie immer durch den Kuhstall und begrüßte die Kühe mit einem freundlichen: "Muh!" Naja, viele waren nicht drin, die meisten standen noch draußen auf der Wiese, denk ich mal. Die grüßten auch zurück und futterten.

Weil die eine Kuh so komisch mit dem Bein wackelte, guckte ich natürlich zu ihr, statt auf den Weg. Und was passierte? Genau, ich rutschte aus und konnte mich nicht mehr halten. Ich bekam große Augen, weil ich die Luke zur Gülle offen sah und brüllte. Aber nichts half, ich landete in der Gülle und tauchte halb ab. "Scheiße!" rief ich, als ich wieder hoch kam. Oben stand die Bäuerin und lachte. Ich schmiss ihr mein Rucksack hoch, weil da ja meine Schulsachen und so drin waren und sie fing ihn auf bzw. nahm ihn entgegen. "Was machst denn immer? Macht dir wohl Spaß da drin, was?", lächelte sie und ich so: "Ha Ha!" Sie stellte eine Leiter rein und ich kletterte raus. Völlig stinkend ging ich mit der Bäuerin nach draußen auf den Hof und ließ mich mit dem Wasserschlauch ab-sprühen.

Danach holte ich die Lebensmittel ab, zahlte und ging. Trotz der warmen Temperaturen (knapp 24 °C), war mir in der nassen Bluse und dem Rock kalt. Leicht zitternd fuhr ich mit meinem E-Roller zur Fähre und sang mich warm. Auf der Fähre angekommen, guckten mich ein paar komisch an, aber sagten nichts. Die Fähre fuhr los und ein Mädchen so: "Pah, du stinkst!" Ich guckte mich um und fragte, ob sie immer so mit ihrem Papa spricht! Ein Mann grinste breit und sie so: "Bin alleine hier, mein dich!" Ich: "Stell dich doch woanders hin!" Das machte sie auch und ich hatte wieder meine Ruhe.

Was dann noch war, im nächsten Erlebnis.

Zurück zur Hauptseite