Bekam das Fenster nicht mehr zu
(12.02.2026)
| Heute fuhr ich ein älteren Bus durch die Gegend
und dachte so an damals. Keine Ahnung warum ich diesen Bus bekam, war
doch nicht Böse oder so, fragte ich mich und freute mich auf die
Fahrgäste die jeden Tag an den selben Stellen einsteigen. Könnte so
langsam wirklich mal ein Buch drüber schreiben. Es regnete und so manche Leute waren genervt davon. Der Bus wurde langsam voller und die Scheiben beschlugen alle. Dummerweise auch meine und ich bekam immer weniger Sicht, besonders zur Seite hin. Durch ständiges Tür auf und zu bekam ich es auch nicht wirklich hin. Ich öffnete das Fenster und sah auch nicht wirklich mehr. Ich öffnete es noch weiter und fuhr in eine Kurve. Der Regen peitschte ins innere und machte mich nass. "Ui, aber doch nicht so!" lachte ich kurz und versuchte während der Fahrt das Fenster wieder zu schließen. Es klemmte irgendwie. Der Regen peitschte immer weiter rein und meine Brille beschlug langsam, weil auch die Kälte von draußen mit rein kam. "Ach Schitte hiär!" meckerte ich und hielt an der nächsten Station an, obwohl niemand rein oder raus wollte. Leicht genervt stand ich auf und versuchte das Fenster zu schließen. Da es nicht wollte, schlug ein Fahrgast mir vor, es von draußen zu versuchen. Ich: "Aber nicht wegfahren hier!" Eine Frau: "Schon klar, wie sollten wir ohne Auto!" Grinsend stieg ich aus und lief um den Bus zum Fenster. Auch von da ging es nicht und ich haute kräftig gegen. "Ja!" schrie ich, weil es klappte. Aber leider nicht weit genug. Ich haute nochmal gegen und der Mann dann: "Ja, kräftig, gleich haben wir es!" Ich haute von draußen und er zog von innen. Jubelnd, weil es klappte, tanzte ich im Regen um den Bus zur Tür und bedankte mich bei dem Mann. "Schon gut, aber jetzt weiter!" sagte er nur und setzte sich wieder. Ich fuhr weiter und der Mann versuchte mich in ein Gespräch zu bringen. Vergeblich, weil ich mich auf die Arbeit konzentrieren musste und Zeit reinholen wollte. Immerhin war ich durch das Fenster in Verspätung geraten. Pünktlich kam ich am Endpunkt an und ein paar Klatschten. Ich drehte mich zu allen um und fragte, wofür sie jetzt Klatschen. "Irre Fahrt, aber Pünktlich angekommen!" sagte jemand und ich grinste nur. Die Rückfahrt musste ich in feuchten Klamotten antreten. Zum Glück übernahm dann ein Kollege den Bus und ich konnte nach Hause in die warme Badewanne. Da drin lag ich allerdings nur in Schuhe. Den Rest schmiss ich in die Waschmaschine, ich Dummerchen. |