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Familienbad im Whirlpool

(13.11.2025)
Hatte ein paar Tage Urlaub und hab die Halloween-Deko bzw. den Rest davon, der noch im Garten lag, entsorgt bzw. mit auf den Dachboden gepackt. Da stand die Halloween-Puppe, die immer ihren Hals lang macht, mit Regenjacke und Schnuffeltuch in der Ecke und hatte ein Softball in der anderen Hand, die normalerweise am Kopf ist. Da musste ich ja laut lachen, auch noch als ich die anderen Dinge einsammelte. Dann sah ich den Whirlpool mit sehr vielen Blättern und dachte mir, dass wir ihn noch ein letztes mal benutzen sollten, bevor ich ihn eindecke.

Ich ließ das Wasser rein, nur zur Hälfte, nahm die Blätter mit dem Kescher raus und heizte den Ofen, der das heiße Wasser bringt. Kurz überlegte ich was ich anziehe und ging ins Haus. Naja, ich wollte es, tat es aber nicht. Hatte ja auch schon was an, also kehrte ich zurück zum Whirlpool. Mit Unterwäsche, Socken, blauen Gummistiefel, Jeanshose, Pullover und Steppmantel, setzte ich mich rein und wartete auf die anderen. Hatte nur niemanden bescheid gesagt und so saß ich eine ganze Weile alleine drin und genoss die Stille. Weil es mir etwas zu Doof wurde, schrieb ich Claudia wo ich bin. Kurz darauf kam sie raus und gleich mit ihrer Arbeitskleidung (weiße Cordhose, rote Bluse und weißen Kittel und Turnschuhe) zu mir in Whirlpool. Unser Olaf sah es und fragte ob er sich mit rein setzen darf. "Klar, wenn du sonst nichts weiter mehr zu tun hast!" sagte ich und er kam rein. Mit Unterwäsche, Jeanshose, Pullover und seiner warmen Jacke und Schuhe, setzte er sich neben mich und gab mir ein dicken Kuss. Claudia (31): "Hey, hier bin ich!" und lachte. Er gab ihr dann natürlich auch ein dicken Kuss und fragte, was wir sonst noch so vorhaben.

Beim quatschen kamen die Zwillinge von der Schule und rannten gleich zu uns. "Boah Geil, dürfen wir auch?" fragten sie und Olaf dann: "Noch nicht drin?" Das ließen die beiden sich nicht nehmen und stiegen mit Unterwäsche, Socken, Stiefel, Jeanshose, Wollpullover, Steppjacke und Schulranzen ins Wasser. Ich schob nur meine Augenbrauen hoch und sagte nichts. Olaf guckte mich komisch an und ich dann: "Ach lass, da ist eh kaum was drin!" Er zuckte mit der Schulter und machte Platz. Die beiden strahlten ihn an und setzten sich rechts und links neben ihn. Er schielte grinsend zu beiden hin und guckte mich an. Ich konnte mir das lachen nicht wirklich verkneifen und lachte dann auch. Claudia gleich mit. Natascha und Corinna (beide 6): "Was denn?" Da konnte ich ja nicht mehr. Er mag sowas ja, wenn Kinder mit Schulranzen ins Wasser gehen und jetzt saßen gleich zwei neben ihm. Sah schon Irre aus. Ihre Jacken blähten sich gut auf manchmal und umklammerten die Schulranzen.

Sophie kam dann auch angerannt, aber wollte gar nicht mit rein. Sie guckte uns alle nur blöd an und fragte, ob sie bei ihrem Freund mit Essen darf. "Mach mir aber kein Blödsinn!" sagte ich und futsch war sie wieder. Auch Tim (11) und Lukas (15) wollten nicht mit rein. Die beiden wollten lieber drin was machen. "Bleibt mehr Platz für uns!" lachten wir und guckten zu, wie die Zwillinge, wie Tim damals auch, mit ihren Schulranzen immer abtauchten. Olaf half ihnen am Anfang, damit die Ranzen unter Wasser bleiben. Ein paar mal hatten sie sich auf sein Schoß gesetzt, wo er ihre Schulranzen als Trommeln missbrauchte. Als er dann aber irgendwann ein Ranzen ins Gesicht bekam, fand er es nicht mehr so lustig und bat die beiden den endlich abzusetzen. Wollten die beiden erst nicht, aber als ich sie drum bat, taten sie es doch.

Unsere Haushaltshilfe brachte uns noch Kuchen und Kekse. Den wollten die Zwillinge aber lieber drinnen essen und Kakao dazu haben. "Nee, die werden ja voll weich hier drin!" meinten sie und krabbelten raus. Auf der Wiese drehten die beiden sich und schüttelten sich wie ein Hund. Das Wasser peitschte nur so aus ihren Jacken und Schulranzen. Kurz beugten sie sich noch Kopfüber damit das Wasser aus den Ranzen kommt und lachten dabei. Dann kippten sie die Schulranzen auf dem Rasen aus und hängten sie Kopfüber an ein Baum (Ast). Die nassen Blätter, Blöcke, Stifte und was sonst noch so im Ranzen war ließen sie einfach liegen. Die Brotdose und die Trinkflasche waren zum Glück leer. "Auch gut, aber ich räum das da nicht weg!" sagte Olaf und schob sich den Kuchen rein. "Hey!" knurrte Claudia, weil es war das letzte Stück. Mit vollem Mund meinte er, dass sie ihn ja küssen könnte, damit sie was hat. "Boah nee, lass mal!" knurrte sie und stieg raus. "Na gut!" sagte ich und folgte ihr.

Olaf genoss noch ein Bier und verschwand dann in der Waldhütte, von wo er uns ein paar Stunden später anrief und sagte, dass es dort wieder Fledermäuse gibt. Sophie hörte es und rannte gleich hin, nachdem sie ihre Jacke überwarf. "Lass die bloß in Ruhe!" rief sie, als ob Olaf es hören könnte von so weit. Was dann geschah, wissen wir nicht. Sie kam nach Stunden erst zurück und strahlte übers ganze Gesicht. Wir sahen uns in der Zeit ein Film an.

 

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