Jemea & Tim im Whirlpool
(19.10.2025)
| Nach der Kirche und dem Mittagessen verteilten
sich die Kinder alle in ihre Zimmer. Zum Teil sind sie ja auch noch
krank (Erkältung). Meine Frau Claudia (31) und ich (Natalie, 31), räumte
den Tisch ab und machten Klarschiff. Danach setzten wir uns in die große
Sofaecke in der Eingangshalle und genossen die Stille und das Geknister
des Kamins. Wir überlegten was wir an Halloween machen könnten, weil
nach Verden wollten die Kinder dann doch nicht mehr. Weil uns nichts
besseres einfiel, als den Garten wieder Horror-mäßig herzurichten,
suchten wir die Deko. Ein Teil davon haben die Kinder schon im
Turmzimmer verteilt und das Waldhäuschen damit geschmückt. "Sowas
braucht eben seine Zeit!" meinte sie. Auf dem Dachboden, wo jetzt auch Sophie ihr Zimmer ist, fanden wir ein paar Kartons und die Figuren. Ein paar Dinge waren schon kaputt, aber fällt nicht wirklich auf. Die eine Hand hing halb runter und wir nahmen sie ab. Eiskaltes Händchen muss es ja auch geben, obwohl, jetzt sind es drei glaub ich. Auf dem Weg nach unten merkte ich, dass ich musste. "Boah Schitte, was das jetzt?" meckerte ich und suchte das nächste Bad auf. Es war das große, mit dem Whirlpool für Acht. Ich eilte rein und setzte mich auf Pott. Zum Glück hatte ich Rock an und keine Hose, denn es rief mich jemand. "Mama!" knurrte jemand und ich guckte mich um. Da sah ich Tim im Whirlpool sitzen und lachte. "Sag doch was!" lachte ich und er dann: "Hab ich doch!" Ich pinkelte schnell zu ende und zog die Unterhose hoch. Langsam schlich ich zum Whirlpool. Da guckte mich nicht nur Tim (11) an, sondern auch seine Freundin Jemea (9). Er trug sein Anzug vom morgen noch, also Stoffhose, Hemd, Krawatte und Sakko plus Schuhe und sie trug eine silberne Daunenjacke, ein bunten Pulli, Jeanshose und Sneaker. "Wow, seit wann bist du denn hier? Darfst du das überhaupt und hast Wechselsachen bei?" Sie zu ihm: "Fragt deine Mama immer so viel?" Und zu mir dann: "Seit einer Stunde, ja und ja!" Ich lachte und schüttelte den Kopf. Sie: "Doch, ist so!" Ich: "Kann ja sein, wollt ihr noch Kuchen oder so?" Beide: "Hatten wir grad eben!" Ich schob eine Augenbraue nach der anderen hoch und blickte zur Uhr. "Ui, haben wir echt so lange auf dem Dachboden verbraucht, ähm, verbracht?" Tim: "Was hast denn da gemacht?" Ich: "Spinnen gezählt!" Sie: "Iiihh!" Mit der Bitte, dass sie nach dem baden ihre Klamotten in die leere Badewanne legen, verließ ich die beiden und ließ sie machen. Fand ich schon süß die beiden. Als ich das Claudia erzählte unten, lachte sie nur und meinte, dass er nicht übertreiben soll. Wir aßen den restlichen Kuchen auf und machten uns ein Kaffee. Danach sortierten wir die Halloween-Deko und legten sie auf den Boden verteilt hin. Laura (16) grinste breit als sie das sah und verschwand in Garten. Sie hat sich auch was neues fürs Zimmer gekauft und will eine Party im Waldhaus machen. Mit Hexenkessel und so. Wenig später kamen die beiden aus dem Whirlpool runter und machten sich was zu trinken. Sie hatte wirklich Wechselsachen dabei und stand mit frischer Jeanshose, Hoodie und Sneaker neben mir. "Na!?" sagte ich. Sie sagte das selbe und grinste mich an. Er: "Dürfen wir noch in die Zentrale?" (Wohnwagen der Kinder). "Macht doch!" grinste ich und sie rannten weg. Etwa eine Stunde später kamen beide zurück und legten uns Halloween-Deko auf den Tisch, den sie selber gebastelt hatten. Nur eine Minute später kam Wiebke (2,5), die Lüdde von Laura angerannt. "Oma, Oma, guck mal!" strahlte sie und legte uns ein Bild auf den Tisch. Sah etwas gruselig aus. Kleine und große Kürbisse, ein dicker Baum auf dem Fratzen saßen und eine schwarze Sonne. Als Claudia das Bild aufhängen wollte, nahm die Lüdde das Bild wieder weg und rannte nach oben. "Und, hast ihr gezeigt?" fragte Laura sie und sie dann: "Ja, was sonst?" Und kurz darauf: "Hier!" Da hatte sie das Bild wohl Laura gegeben. Wir bekamen uns unten nicht mehr ein vor lachen und Jemea immer: "Also ich fand das süß!" Das war es ja auch, aber wie sie das alles so gesagt hatte, war schon zum lachen. Jemea musste dann auch nach Hause und Tim legte sich lang aufs Sofa zum Glotzen. |