Gewitter in der Schweiz
(22.07.2025)
| Bei diesem Erlebnis musste ich doch an damals
denken, als ich mit Mama in den Bergen war. Aber nun zu diesem Erlebnis.
Sophie (15), Lukas (15), Tim (10) und die Zwillinge Natascha und Corinna
(6), gingen mit mir (Natalie, 31) und meiner Frau Claudia (31) im Wald
spazieren. Naja, anfangs war es noch mehr Felder und Wiesen als Wald.
Irgendwann kamen wir, laut Navi auf dem Handy, an die Grenze zwischen
Schweiz und Italien. Die Kinder hüpften hin und her und freuten sich,
mal in Italien oder Schweiz zu sein. Corinna stellte sich einmal an
einem Baum, gleich neben der Grenze, auf Italiens Seite und rief uns an.
Natascha ging ran und fragte wer da ist. Die beiden sahen sich natürlich
und hätten auch so sprechen können. "Ja Hallo Schwesterchen, bin in
Italien, wo bist du denn jetzt?" sagte Coco und wir lachten alle laut
los. Besonders Claudia bekam sich nicht wieder ein. Dann sind wir alle nach Italien und durch den Wald. "Irgendwie sieht der aber gleich aus, wie der in der Schweiz oder in Bayern!" bemerkte Sophie und Tim dann: "Logisch, hast gedacht dass die Bäume überall anders aussehen? Mal braun, mal weiß, mal gelb oder wie?" Wir lachten wieder alle und Claudia dann: "Oh man, was haben wir für Kinder!" Ich: "Kannst laut sagen!" Das machte sie auch noch und brüllte den Wald voll. Die Vögel erschraken sich und flogen davon. Irgendwo raschelte es im Unterholz und Sophie dann: "Menno, jetzt hast die Kobolde geweckt!" Coco: "Gebt den ein Keks, das mögen die!" Tascha: "Genau, die quieken dann immer so, wenn sie sich freuen!" Tim: "Die wohnen aber woanders, die aus dem Fernsehen!" Die Münder der Zwillinge gingen weit auf und ich dann: "Mund zu, Herz wird kalt!" Da hauten sie den Mund zu und bissen sich auf die Zunge. "Aaahhhhhh!" kam von beiden. Claudia: "Selber Schuld!" Tim: "Da hinten steht ein Goldtopf!" Sophie: "Und wo ist der Regenbogen?" "Boah!" kam da von mir. Gucken alle zu viel Märchenfilme hier! Wir liefen zum Topf, der ein alter verrosteter Eimer war und marschierten weiter durch den Wald. Der Himmel wurde immer dunkler und wir beeilten uns wieder zum Campingplatz zu kommen. Kaum waren wir wieder in der Schweiz im Wald, da fing es an zu regnen. Niemand bewegte sich schneller, alles lief normal weiter. Es hatte auch niemand Lust auf Regenjacke oder Schirm. Die T-Shirts wurden nass, dann auch die Schuhe und Hosen bzw. Röcke. Dann wurde es schlimmer und wir konnten kaum noch was sehen. Sophie: "Scheiße, ein Gewitter, hab voll die Tierchen auf den Armen!" Das selbe sagten auch die Zwillinge und dann hörten wir es auch schon. "Boah nee!" kam von Lukas und rannte los. "Bleibst du wohl hier, kennst dich doch gar nicht aus!" schrie ich ihm hinterher. Sophie: "Keine Panik, hier kenne ich mich aus, hier waren wir neulich. Dahinten lang!" Wir liefen ihr hinterher und zogen unterwegs unsere Friesennerze bzw. dünnen Regenjacken an. Da es auch stürmte, blieben die Schirme in der Tasche bzw. Rucksack. Der Weg wurde immer matschiger und wir rutschten mehr als das wir liefen. "Da hinten in die Hütte, schnell!" rief Sophie und stolperte. Platsch, da lag sie in einer großen Pfütze und meckerte. "Menno, ach Scheiße, immer das selbe hier!" knurrte sie. Lukas half ihr hoch und dann rannten wir zur Hütte rüber. Gerade noch Rechtzeitig, denn es hagelte dicke Körner und ein Blitz folgte dem nächsten. Die Kinder suchten sich Platz unterm Tisch und Claudia und ich guckten uns um. Wirklich viel war in der Hütte nicht, aber es gab was zu trinken. In einem Hängeschrank lagen auch ein paar Tafeln Schokolade. Sophie meckerte gleich, dass wir die liegen lassen sollen. Die gehören zum Zeltlager bzw. zu den Pfadfindern, meinte sie. Wir hielten die Hände hoch und legten sie wieder hin. "Haben doch selber was mit!" kam von Tim und kramte in seinem Rucksack. "Hier!" sagte er und hielt uns ein paar Schokoriegel hin. Lachend nahmen wir sie und dann krachte es kräftig. "Na toll!" schrie Sophie und hielt sich die Hände über den Kopf. Ein Baum krachte auf die Bude und wir wurden erneut nass. Bis das Gewitter aufhörte, setzten wir uns alle zusammen unter den Tisch und kuschelten uns aneinander. Die Zwillinge heulten und Tim immer: "Wird alles gut, wird alles gut, wird alles gut!" Claudia antwortete immer: "Supi, Supi, Supi!" Sophie irgendwann: "Könnt ihr damit mal aufhören?" Etwa zwanzig Minuten sagte niemand was. Das Gewitter verschwand und der Regen ließ langsam nach. "So, dann können wir ja weiter!" sagte ich und alle guckten mich komisch an. "Ja was denn, Wasserscheu?" fragte ich. Langsam krochen alle unterm Tisch vor und machten sich lang. "Boah, endlich wieder stehen, hab voll die Druckstelle jetzt!" knurrte Sophie und Claudia dann: "Und ich erst, hatte Tascha auf dem Bein sitzen!" Sophie grinste und ging raus. Sie meckerte, dass die Hütte kaputt ist und rief die Besitzerin an. Auf dem Weg zum Campingplatz zeigte Sophie uns ein paar Dinge, die wir noch nicht wussten und freute sich, mal eine Lehrerin zu sein. Endlich wieder am Zeltplatz angekommen, kam uns die Besitzerin entgegen und fragte uns aus. Was passiert ist und so, wollte sie wissen und ob es uns allen gut geht. Sophie zog sich im Lager um und wir anderen im Camper. Danach blieben wir alle trocken. |