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Lauter Wednesdays

(08.06.2025)
Unsere Sophie wurde heute 15 und hatte einiges an Besuch bekommen. Alle kamen in schwarz gekleidet und sahen aus als ob ihnen schlecht war. Kam wohl vom ganzen Puder im Gesicht. Nachdem alle da waren, auch zwei Jungs, hing sie ein Schild an die Tür, dass sie nicht gestört werden will. Nach einiger Zeit kam eine Nachricht von ihr, dass sie die Popcorn vergessen hat und wollte dass ich sie ihr bringe. Aber nur die mit viel Zwiebelgeschmack. Die mag sie halt am liebsten. Ich brachte sie auch hin und sah gerade noch, dass sie zusammen Wednesday im TV sahen. Sie saßen alle in der selben Kleidung da und futterten Chips und Gummibänder. Vor ihnen standen einige schwarze Getränkedosen und an der Decke waren Rauchschwaden zu sehen. Stark grinsend ging ich raus und zurück in die Küche, wo ich den anderen was zu essen machte.

Es regnete draußen stark und ich beobachtete beim Kaffee trinken die Tropfen an der Scheibe. Nebenbei wartete ich auf Sophie und ihre Gäste, weil sie noch Kuchen bzw. Pizza machen wollten. Nichts Ahnend kam plötzlich die Lüdde von Laura (16) in die Küche gerannt. Sie (Wiebke, 2) trug eine nasse Regenjacke mit Hello Kitty, dreckige Gummistiefel mit Dinosauriern drauf, eine nasse blaue  Regenhose und hatte auch dreckige Hände und Wangen. Auch die Haare sahen zerzaust und dreckig aus. "Ja wer kommt denn da angerannt, warst im Regen draußen?" fragte ich sie und sie dann: "Ja, in jede Pütze!" Lachend nahm ich sie kurz auf den Schoß und sagte ihr, dass sie auch so aussieht. Ich wischte ihr den Dreck aus dem Gesicht, was sie aber nicht wollte und ging. Sie wollte lieber von ihrer Mama sauber gemacht werden, was sie dann auch tat.

Als ich sie fragte, ob es ihr Spaß macht im Regen spazieren zu gehen, sah ich ihren Rucksack. "Oder hast was vergessen gehabt?" Mehr als ein "Jub!" kam nicht von ihr und nahm sich ein Keks vom Teller. "Hey, sind Sophie ihre!" grinste ich und dann nahm sich auch Wiebke einen weg. Laura: "Kann sich ja neue machen!" und verschwand.

Etwa eineinhalb Stunden später kam Sophie endlich runter und legte los. Es sah mir etwas chaotisch aus und fragte, ob sie alles im Griff haben. Sophie: "Menno, lass mich!" Eine pulverte den Tisch mit Mehl voll, eine andere rührte Eier, eine dritte schnitt die Salami zurecht und die anderen kleten mit Tomatenmark, Tomaten und anderen Zutaten rum. Irgendwie verteilten sie alles auf dem Tisch, in der Spüle, auf der Ablagefläche und an sich selbst. Mir wurde es irgendwann zu bunt und verschwand in mein Büro.

Nach und nach verschwanden die Gäste und auch Sophie in den Garten, wo es noch immer regnete und es wurde endlich mal wieder leiser im Haus. Es blieb aber nicht lange so, weil sie alle nach einer knappen Stunde völlig durchnässt und sauber wieder ins Haus kamen. Erst liefen sie in einer Reihe, wie bei einer Bollonäse umher und dann liefen sie alle nach oben und verschwanden wieder in Sophies Zimmer. Lachend machte ich meine Arbeit weiter und bekam später noch ein Schreck, als ich in die Küche kam. Sämtliche Oberflächen waren vollgeschmiert, die Spüle war zum Überlaufen voll und der Mülleimer sowieso. Auf dem Boden klebten Salami und Tomatenreste und an der Decke hingen ein paar Spritzer Tomatenmark. Fragte mich da kurz, wie lange es wohl dauert bis ein Mark-Wurm runterkommt und schon hatte ich eine auf der Brille kleben.

Mit den Worten: "Boah, die Spinnen doch wohl!" rannte ich nach oben und ging in ihr Zimmer. "Ey, wir sind noch nicht fertig man!" knurrte mich Sophie an. Sie standen alle halb nackt im Zimmer und trockneten sich ab. Seit ihr nicht schon vor einer Stunde rein?" fragte ich, weil ich es komisch fand. Paar Gäste: "Waren noch Duschen eben!" Ich: "Ah ja!" und guckte alle komisch an. Sophie fragte was ich will und ich nur: "Küche!" Sie: "Ja, machen wir später noch!" "Ich hoffe es sehr, sonst gibt es morgen gar nichts!" Da streckte sie mir die Zunge raus und grinste breit. Die anderen: "Machen wir wirklich noch, aber später, die Serie läuft noch!" Ohne was zu sagen bin ich wieder runter und räumte schon mal einen Teil weg, weil ich und die anderen sich auch noch was machen wollten.

 

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